Zukunftswerkstatt St. Elisabeth - mit pfingstlichem Schwung in die Zukunft
Wie wird sich und wie will sich die Gemeinde St. Elisabeth weiterentwickeln? Diese Frage stand im Mittelpunkt der ersten "Zukunftswerkstatt St. Elisabeth" am 8. Mai 2008.Um die 90 Kirchengemeinderäte, Gemeindemitglieder, Verantwortliche von Gruppen, Erzieherinnen und Leitungen der pädagogischen Einrichtungen, Bezirksbeiräte und Interessierte versammelten sich zu Information und Beratung. Im ersten Teil des Abends konnte ich glücklich auf ein erstes halbes Jahr als Pfarrer zurückblicken. Hochzufrieden bin ich über die Lebendigkeit der Gemeinde, das große Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der vielen Ehrenamtlichen.
Insbesondere die wohlwollende Offenheit und das Interesse der jüngeren Gemeindemitglieder fallen mir auf und bestärken mich, dass unser Engagement für Kinder und Familien uns eine besondere Glaubwürdigkeit und Attraktivität im Stuttgarter Westen - über die Gemeinde hinaus - verleihen.Nachdem Matthias Feist, der als Webmaster seit sieben Jahren unseren Internet-Auftritt betreut, die grundlegend überarbeitete Website der Gemeinde vorgestellt hatte, folgte der Hauptvortrag des Abends. Wir konnten Joachim Eicken, Statistiker im Statistischen Amt der Stadt Stuttgart und Verfasser einer detaillierten religionsdemographischen Analyse der Stadt, gewinnen, uns mit Zahlen und Schaubildern anschaulich die zahlenmäßige Entwicklung der Katholiken in Stuttgart und speziell im Stuttgarter Westen vorzustellen. Daraus ergeben sich nicht geringe Herausforderungen für unsere Zukunft. Wir stehen mitten im demographischen Wandel.
Die quantitative Analyse wurde im zweiten Teil durch eine qualitative ergänzt, bei der die Einschätzung aller Teilnehmer gefragt war. Ausgegangen wurde dabei von den vier Grundfunktionen der Kirche und Prioritäten der Diözese: dem Gottesdienst, dem Dienst am Nächsten, der Verkündigung und der Stärkung von Gemeinschaft. Es wurde lebhaft und ausdauernd diskutiert und schließlich zusammengetragen, wo die herausragenden Stärken, auffallenden Schwächen, hoffnungsvollen Chancen, aber schließlich auch Risiken für uns liegen.Wenn unser Bischof betont, die Kirche sei nicht mehr Volkskirche, sondern "missionarische Kirche im Volk", dann gilt dies für uns ganz besonders. Aufgrund der hohen Fluktuation mehr denn anderswo sind die Zeiten eines automatischen "Nachwachsens" von Mitgliedern vorbei. Unsere (einzige?, jedenfalls faszinierende) Chance ist es, die zunehmende Zahl von bisher "religionslosen" Menschen in unserem Stadtteil in Kontakt mit dem Glauben, der Kirche und unserer Gemeinde zu bringen. Ausgehend von den Analysen und den vielen guten Ideen und Anregungen, die für die Pastoral gesammelt wurden, verspricht die Fortsetzung der Zukunftswerkstatt spannend zu werden.


