Ute Scharpff unterstützt das Familienzentrum St. Stefan
Sozial aus Familientradition
Es war der Urgroßonkel ihres Mannes, Konsul Franz Scharpff, dessen großzügige Stiftung vor über hundert Jahren den Bau der Elisabethenkirche am Bismarckplatz ermöglichte. Ute Scharpff berührt diese überraschend entdeckte Verbindung, auch wenn eigentlich ganz andere Motive sie zum Familienzentrum der Kirchengemeinde St. Elisabeth geführt hatten. Begeistert vom "Early Excellence"-Konzept, das die Grundlage der erfolgreichen Arbeit der katholischen Familienzentren in Stuttgart bildet, hat sie sich die Einrichtung in der Rotenwaldstraße angeschaut und lieb gewonnen. "Wenn man die Möglichkeiten hat, dann soll man damit auch etwas Gutes tun", möchte sie andere ermutigen, sich gemeinnützig zu engagieren.
Über Heinz und Heide Dürr und deren Stiftung kam Ute Scharpff auf das Thema Kinder und Familien. Sie mag nicht nur Kinder. Sie möchte auch mithelfen, dass Kinder sich gut entwickeln können. Nun finanziert sie eine Mitarbeiterin, die die Arbeit des Familienzentrums koordiniert und Eltern und Familien begleitet. Das Familienzentrum wird geleitet von Anita Wallner-Dieterich, der Leiterin der Kinderhauses St. Stefan, und Stefan Pfeifer, Pastoralreferent in der Kirchengemeinde. Es ist Anlaufstelle vor allem für Familien mit kleinen Kindern und Familien in Notlagen. Nach dem EEC-Konzept sollen Familien, die Hilfe brauchen, nicht in der Bürokratie der Hilfesysteme steckenbleiben, sondern möglichst in ihrem Lebensraum eine einzige Anlaufstelle haben. Das Familienzentrum und das Kinderhaus, die derzeit zertifiziert werden, bieten nachhaltige Hilfe für Familien und Kinder.
Pfarrer Christian Hermes zeigt sich mehr als dankbar über das Engagement von Ute und Rudolf Scharpff. "Frau Scharpff ist hier mit dem Herzen dabei, das spürt man sofort. Menschen, die auf solche Weise Verantwortung übernehmen, braucht unsere Gesellschaft." Für die Leitung des Familienzentrums ist nicht nur die materielle Unterstützung wichtig, sondern auch die persönliche Verbindung zur Einrichtung. "Das entspricht nämlich genau unserem Ansatz", so die Leiterin Anita Wallner-Dieterich.
