Seit Jahren wird die dringende Sanierung des Schülerhorts Villa Elisa immer wieder verschoben. Am 16. März 2011 hatten die Kirchengemeinde St. Elisabeth als Träger sowie der Elternbeirat der Villa Elisa die Vertreter der Gemeinderatsfraktionen, den Bezirksvorsteher sowie die Bezirksbeiräte zu einem Ortstermin in die Villa Elisa eingeladen, um über die Notwendigkeit und den Stand der geplanten Sanierung, auch im Zusammenhang mit dem neuen Hort an der Schwabschule, zu informieren. Ziel von Träger und Eltern ist, dass die Sanierung in den kommenden städtischen Doppelhaushalt aufgenommen wird.
Nach der Begrüßung durch Pfarrer Dr. Christian Hermes führte Hortleiter Knut Vollmer die zahlreich gekommenen Politiker und Elternvertreter durch das sanierungsbedürftige Haus und wies auf die zahlreichen baulichen Mängel sowie auf die baurechtlichen Probleme des sich im städtischen Besitz befindlichen Gebäudes hin. Dass sich die Sanierung in mehrfacher Hinsicht lohnt, wurde beim Hinweis auf den geplanten Hort an der Schwabschule deutlich. Genügend Hortplätze für die Schwabschule können nur bereit gehalten werden, wenn der Hort an der Schabschule gebaut und der Standort der Villa Elisa gehalten wird. Unter diesen Voraussetzungen hat sich die Kirchengemeinde St. Elisabeth bereit erklärt, die Trägerschaft der Schulkindbetreuung an der Schwabschule mit den Standorten Schwabschule und Villa Elisa zu übernehmen.
In der sich anschließenden Diskussionsrunde stellten sich die Mitglieder der Gemeinderatsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der CDU sowie alle anwesenden Bezirksbeiräte deutlich hinter die Sanierung. Die Vorteile des Standorts der Villa Elisa in der Elisabethenanlage wurden klar benannt und anerkannt. Bezirksvorsteher Reinhard Möhrle will das Projekt vorantreiben und versprach, die Sanierung der Villa Elisa als Tagesordnungspunkt mit in eine der nächsten Bezirksbeiratssitzungen zu nehmen. Parallel dazu wollen die Gemeinderatsfraktionen die Sanierung befördern. Die Komplexität und Problematik bei der geplanten Sanierung wurde bei der Aufzählung der beteiligten städtischen Ämter deutlich: Mindestens fünf Ämter sind für die Sanierung zuständig – hier scheinen ein gemeinsamer Wille und auch Absprachen zu fehlen, was erklären kann, dass eine sogenannte Baureife als Voraussetzung für die Aufnahme in den städtischen Haushalt immer noch fehlt. Die Ämter werden von der Politik beauftragt, zum Stand der Sanierung zu berichten.
Für die anwesenden Eltern formulierte Elternbeiratsvorsitzende Isolde Schaugg deutlich die Erwartungen: Die Eltern wollen ein ausreichendes Betreuungsangebot an der Schwabschule und vor allem eine sanierte Villa Elisa, in der sich Kinder und die pädagogischen Fachkräfte wohlfühlen können. In Kürze werden sich die Eltern in deutlicher Form an die Politik und Verwaltung wenden.
Insgesamt war es ein wichtiger Orttermin in der Villa Elisa. Es wurde klar, dass es im Grund keine Alternative zur Sanierung der Villa Elisa gibt. Der politische Wille für eine Sanierung war deutlich spürbar – jetzt müssen Taten folgen. Die Stadt Stuttgart ist jetzt am Zug und kann als kinder- und familienfreundliche Kommune mit der Sanierung der Villa Elisa dafür sorgen, dass ein wichtiger Standort für die Schulkindbetreuung im Stuttgarter Westen auf Jahre hin gesichert wird.


