Familienzentrum präsentiert sich beim "Impulsforum Familienzentren" des Stadtdekanats

Bis auf die Treppen des Großen Saals im Haus der katholischen Kirche saßen am 17. Februar die Besucher des vom katholischen Stadtdekanat und Caritasverband Stuttgart veranstalteten "Impulsforums Familienzentren - Armutsprävention in Stuttgart". Kinder und ihre Familien sind in Stuttgart am stärksten von Armut betroffen. Wie die kommunale Strategiekonferenz zur Kinderarmut im Jahr 2008 gezeigt hat, sind mit Armut nicht nur materielle Notlagen verbunden. Arme Kinder sind auch benachteiligt im Zugang zu Angeboten der Gesundheitsförderung, der Freizeitgestaltung, der Bildung und Erziehung.

Eine kommunale Strategie der Armutsprävention, muss deshalb für die Kinder und ihre Familien Angebote und Strukturen bieten, um diese Zugänge für alle Kinder gleichermaßen zu sichern. Familienzentren sind dafür wirksame und geeignete Instrumente.

Neben dem für Soziales zuständigen Stellvertretenden Stadtdekan Pfr. Dr. Christian Hermes nahmen die Sozialbürgermeisterin Isabell Fezer, die Geschäftsführerin des Landesverbandes katholischer Kindertagesstätten Dr. Ursula Wollasch, die Geschäftsfühererin der Heinz und Heide Dürr-Stiftung Isabell Baumgarten sowie zahlreiche Vertreter des Jugendamtes, der Caritas, von Stiftungen und Sozialdienstleistern sowie Mitglieder der Fraktionen des Gemeinderates der Landeshauptstadt teil. Eindrucksvoll zeigten Vertreter des Familienzentrums St. Josef im Stuttgarter Osten sowie Anita Wallner-Dieterich und Stefan Pfeifer, die Leiter unseres Familienzentrums St. Stefan, die Chancen und Möglichkeiten der Arbeit der Familienzentren auf. Ein Vertreter des Jugendamtes der Stadt Hannover, die konsequent stadtweit 21 Familienzentren mit rund 1 Mio. Euro pro Jahr finanziert, erläuterte das dortoge Konzept, bevor Vertreter der Parteien auf dem Podium in eine lebhafte Diskussion über Konzept und Finanzierung der Familienzentren eintraten.

Während die katholischen Familienzentren in Stuttgart bisher aus Drittmitteln, insbesondere der Heinz und Heide Dürr-Stiftung finanziert sowie vom Katholischen Stadtdekanat bezuschusst werden, muss eine kommunale Förderung erst noch durch den Gemeinderat beschlossen werden. In der Diskussion wurde deutlich: Zum Nulltarif wird man Familienzentren nicht bekommen. Aber sie sind eine Investition, die Armut und Ausgrenzung wirksam begegnen und damit soziale Synergien und Strukturen schaffen, auf die eine Stadt wie Stuttgart gerade in Zeiten knapper Kassen nicht verzichten kann.

Anliegend finden Sie die Eröffnungsansprache von Pfr. Dr. Hermes sowie die Präsentation des Familienzentrums St. Stefan.

Mit dem Konzept der Familienzentren hat die katholische Kirche in Stuttgart Maßstäbe gesetzt. Im Impulsforum stellen wir das Konzept und seine praktische Umsetzung vor. Zudem erörtern und diskutieren wir, welche politischen Rahmenbedingungen in Stuttgart geschaffen werden müssen, um neue Familienzentren aufzubauen und bestehende Angebote zu sichern. 

 

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