Sich nicht verlieren
20.06.2010 - 12. So. i.Jk. C
„Was halten die Leute von mir? Wie redet man über mich?" Diese Fragen bringen nicht nur Politiker zum Schwitzen, die allwöchentlich auf dem Politbarometer das Hoch oder Tief ihrer Karriere und die Wetteraussichten für die nächste Wahl ablesen können - oder Bundestrainer, BP-Manager, Bischöfe oder andere Personen des öffentlichen Lebens. Alle, die wir hier sind, machen wir uns allzu oft Gedanken darüber, was man von uns hält, was gesprochen wird, wie wir ankommen. Und wir wissen alle: Je mehr wir uns von Urteilen und Zensuren, von Beifall oder bewunderndem Geraune, Jubel und Spott und neugierigem Tratschen beeindrucken lassen, um so mehr verlieren wir uns selbst, geraten in Abhängigkeit, werden zum Spielball anderer Interessen. Genau das will Jesus nicht. Er will nicht so sein, wie ihn die anderen sehen wollten - er will so gesehen werden, wie und wer er wirklich ist. Für wen aber haltet ihr mich?Gemeindebrief Juli 2010
Gemeinsam stärker
Seelsorgeeinheit St. Elisabeth und St. Clemens
„Stuttgart 4“, das ist der wenig poetische Titel unserer Seelsorgeeinheit. Wie in der gesamten Diözese Rottenburg-Stuttgart wurden vor einigen Jahren auch in Stuttgart Seelsorgeeinheiten gebildet, 16 an der Zahl, in denen die 46 Kirchengemeinden und 17 Gemeinden für Katholiken anderer Muttersprache zusammengeschlossen sind. Diese sollen, bei bleibender Selbständigkeit der Kirchengemeinden, in all jenen Bereichen der Pastoral zusammenarbeiten, die gemeinsam besser oder nur gemeinsam überhaupt bewältigbar sind. St. Elisabeth und St. Clemens haben inzwischen wichtige Schritte aufeinander zu gemacht. Beide Gemeinden sind vor allem hinsichtlich ihrer sozialen und demographischen Strukturen recht verschieden, und doch gibt es manche Bereiche, in denen Gemeinsamkeit gut oder sogar not tut.Tut dies zu meinem Gedächtnis
03.06.2010 - Fronleichnam
Jesus war kein Zauberer und die Brotvermehrung nicht eines seiner besten Kunststückchen. Die Speisungsgeschichten der Evangelien sind Bilder für das eucharistische Mahl selbst, das die Jüngerinnen und Jünger zum Gedächtnis Jesu feierten. Wenn die Zuhörer eine solche Wundergeschichte im Gottesdienst hörten, dann wussten sie: hier geht es nicht um ein Picknick, sondern um das eigentliche Wunder, das wir in der Messe, dem Abendmahl Jesu, feiern: Jesus selbst ist das „Brot des Lebens", das „lebendige Brot", das in Hülle und Fülle für alle da ist. Jesus selbst teilt durch seine Jünger sich selbst als Speise für uns, damit wir das Leben haben und es in Fülle haben.
Fronleichnam - 3. Juni 2010
"Fronleichnam wird himmelblau" - so die Einladung zum Gottesdienst mit anschließender Prozession durch den Stuttgarter Westen. Man musste schon ganz genau schauen, um dann doch die eine oder andere kleine himmelblaue Lücke in den Regenwolken zu finden.
"Wir Christen sind nicht aus Zucker" motivierte dann Pfarrer Hermes bevor sich der Prozessionszug in einer im Vergleich zu den Vorjahren abgeänderten Route mit Station am Schülerhort "Villa Elisa" und Ende am Kinderhaus und Gemeindehaus "Sankt Elisabeth" auf den Weg machte.
Unter grosser Beteiligung fand im Anschluß das Fest der "Nette Nachbarn" im Gemeindesaal statt.
Fronleichnam 2010
Donnerstag, 3. Juni 2010
9.30 Uhr Eucharistiefeier in St. Elisabeth, Bismarckplatz, Stuttgart-West
Prozession (Vogelsangstraße - Elisabethenanlagen)
anschließend Fest der "Netten Nachbarn" um die Kirche St. Elisabeth
An Fronleichnam feiert die katholische Kirche den "Leib des Herrn", der in der Monstranz gezeigt und mit der Bitte um den Segen Gottes durch die Straßen getragen wird. Es ist der Tag, an dem die Kirche raus geht, und das ist gut so. Denn Kirche ist nicht für sich selber da. Deshalb wird in St. Elisabeth, der größten Stuttgarter Gemeinde, der Festtag auch mit der vor ungefähr einem halben Jahr gegründeten sozialen Initiative "Nette Nachbarn" verbunden.
An welchen Gott wir glauben
30.05.2010 - Dreifaltigkeitssonntag
Was ist eigentlich Gott? Was glauben wir eigentlich, wenn wir sagen: „Ich glaube an Gott."? Der heutige Dreifaltigkeitssonntag ist der Tag, der uns davor bewahren soll, bei dieser Frage rot zu werden und betreten zu Boden oder fragend zum Himmel zu blicken. Religion, Gesundheitsprobleme und Politik seien angeblich schlechte Gesprächsthemen, weil zu emotional und zu privat. Religion wäre wie Krampfadern und politische Leidenschaft etwas, worüber man besser nicht diskutiert. Denn jeder habe schließlich das Recht, zu glauben, sich zu fühlen, zu wählen und schön zu finden, was er oder sie will. Oder etwa nicht? Natürlich nicht: Ich glaube: Wir sprechen viel zu wenig über unseren Glauben. Der Glaube ist keineswegs eine bloß beliebige subjektive Meinung, und als Glaube unserer Kirche auch ein Glaube mit einem Wahrheitsanspruch: An den christlichen Gott glauben ist nicht dasselbe wie: glauben, dass es morgen gutes Wetter gibt, oder dass auf dem Mars grüne Männchen leben. Der christliche Glaube ist Bekenntnis, er hat ein Bekenntnis und er soll auch „bekannt" werden.23.05.2010 - Pfingsten - Der Heilige Geist durchdringt uns
Heute am Pfingsttag feiern wir das Fest des Heiligen Geistes. Viele Menschen tun sich schwer mit dem Heiligen Geist. Dieses Fest ist nicht so anschaulich wie Weihnachten, als der Vater den Sohn sendet und wir vor der Krippe stehen. Oder die Passion und das Osterfest, wenn wir des Tod Jesus gedenken und seine Auferstehung feiern. Da geht es handfest zu - aber an Pfingsten? Wir sehen den Geist nicht und die Geschichten dazu sind nicht so greifbar und fassbar. Wenn ich in der Schule vom Geist Gottes erzähle, dann fallen den Schülern zahlreiche Geistergeschichten ein, aber mit einem Heiligen Geist können die wenigsten etwas verbinden.Weiterlesen: 23.05.2010 - Pfingsten - Der Heilige Geist durchdringt uns
Gemeindebrief Juni 2010
Der Sommer kommt - Nichts wie raus!
Fronleichnam
Donnerstag, 3. Juni 2010
9.30 Uhr Eucharistiefeier mit Prozession durch den Stuttgarter Westen
Anschließend Mittagessen rund um die Kirche. Bei schlechtem Wetter im Gemeindesaal.
Gemeindewallfahrt
Sonntag, 27. Juni 2010
9.30 Uhr Beginn der Gemeindewallfahrt in St. Elisabeth. Fußwallfahrt zum Birkenkopf
11.00 Uhr Eucharistiefeier gemeinsam mit der Kirchengemeinde St. Clemens
Anschließend Picknick auf dem Birkenkopf. Getränke werden verkauft, Verpflegung bitte selbst mitbringen. Bei schlechtem Wetter feiern wir um 9.30 Uhr die Eucharistiefeier in St. Elisabeth und die Wallfahrt entfällt.
Einheit und Glaubwürdigkeit
16.05.2010 - 7. Sonntag der Osterzeit C
In diesen Tagen versammeln sich in München tausende Christinnen und Christen zum zweiten Ökumenischen Kirchentag. Die Gottesdienste, die Begegnungen, die Diskussionen und Veranstaltungen stehen dabei unter dem Leitwort „Damit ihr Hoffnung habt". Christen wollen einen Impuls der Hoffnung setzen gerade angesichts vieler wenig hoffnungsvoller Ereignisse und Entwicklungen. Ökologische und ökonomische Krisen machen uns ebenso Sorgen, wie die Krisen und Probleme, die es innerhalb der Kirchen und der Christenheit gibt. Der ökumenische Kirchentag will zeigen, dass die Christen vor den Herausforderungen dieser Zeit nicht in eine religiöse heile Hinterwelt flüchten, sondern in Offenheit und Verantwortung den Glauben in dieser Welt und in dieser Zeit leben wollen.Vorbereitung zur Firmung 2011 in St. Elisabeth
Gemeinde erleben - Gemeinde sein
Woher stamme ich? Wohin wird mich das Leben führen?
Wozu bin ich auf dieser Welt?
Wozu braucht es Gemeinschaft?
Fragen, die sich junge Menschen von heute stellen, wenn sie sich mit ihrem Leben auseinandersetzen. Fragen, die vielleicht auch entstehen, wenn sich junge Menschen überlegen, ob sie das Sakrament der Firmung empfangen wollen. Wir in St. Elisabeth bieten alle 2 Jahre eine Firmvorbereitung zum Empfang des Sakraments der Firmung an. Innerhalb dieser Vorbereitung wollen wir uns den Fragen der jungen Menschen stellen und Möglichkeiten für Antworten bieten.
Christi Himmelfahrt - 13. Mai 2010
Zum zweiten Mal feierten die Christen im Stuttgarter Westen gemeinsam Christi Himmelfahrt. In diesem Jahr fand der Gottesdienst in der Johanneskirche am Feuersee statt.
Woran erkennt man uns?
02.05.2010 - 5. Sonntag der Osterzeit C
Woran kann man einen Christen erkennen? Daran, dass er sonntags in die Kirche geht? Daran, dass er ein Kreuz um den Hals trägt? Daran, dass auf seiner Steuerkarte „rk" oder „ev" steht? Und erkennt man die christliche Prägung einer Gesellschaft daran, dass in öffentlichen Gebäuden Kreuze aufgehängt werden oder Minister den religiösen Eid leisten? Die Lesungen und das Evangelium des heutigen Sonntags erinnern uns daran, dass alle solche Erkennungszeichen eine innere Haltung zum Ausdruck bringen müssen, weil sie sonst unglaubwürdig werden. Was sind unsere christlichen Werte? Was ist uns für unser Leben und Zusammenleben wichtig? Ist unser Glaube durch das Zeugnis des Lebens gedeckt? Es soll nicht nur Christus draufstehen auf uns und unseren Kirchen, sondern auch Christus drin sein.Nette Nachbarn ausgeflogen
Beim Gemeindedienstausflug am 24.4.10 haben unsere Netten Nachbarn wieder einmal mehr bewiesen, dass nett sein überhaupt nicht anstrengend sein muss, ganz im Gegenteil.
Die Sonne lachte, Esslingen hat uns freundlich willkommen geheißen, unsere Stadtführerin Erika Seitz war äußerst charmant, da fiel es uns allen nicht schwer auch außerhalb von Stuttgart nett zu sein. Wir ließen es uns gut gehen, beim Spazieren gehen und vor allem beim Einkehren. Insgesamt kamen wir auf drei verschiedene Lokalitäten mit netten Bedienungen und herrlichen kulinarischen Schmankerln. Dieser Ausflug hat Lust auf mehr gemacht!
Dominik Weiß wird Pastoralreferent in St. Elisabeth
Verstärkung für das Pastoralteam
Nachdem das Bischöfliche Ordinariat eine zusätzliche Teilzeit-Stelle für einen Pastoralreferenten in St. Elisabeth ausgeschrieben hatte, freuen wir uns nun, dass sich ein sympathischer junger Theologe für St. Elisabeth beworben hat und inzwischen auch offiziell mit einem Stellenumfang von 25% ernannt worden ist.
Schon bislang war das Pastoralteam der Seelsorgeeinheit Stuttgart 4 mit St. Clemens und St. Elisabeth mit pastoralen Mitarbeitern unterbesetzt. Jedenfalls mit der Übernahme der zusätzlichen Aufgaben als für den Sozial- und Kindertagesstättenbereich zuständiger Stellvertretender Stadtdekan sowie als Vorsitzender des Caritasrates des Caritasverbandes Stuttgart e.V. musste Pfr. Dr. Hermes nun Verstärkung erbitten.Weiterlesen: Dominik Weiß wird Pastoralreferent in St. Elisabeth
Wer macht was im neuen KGR
Am Mittwoch, 21. April, hat sich der neue Kirchengemeinderat von St. Elisabeth konstituiert. Dabei wurden die Mitglieder verpflichtet, Ämter besetzt und Ausschüsse gebildet. Robert Müller wurde einstimmig zum Zweiten Vorsitzenden gewählt, der gemeinsam mit dem Pfarrer das Gremium leitet. Der 61jährige Polizeibeamte im Ruhestand gehörte bereits in einer früheren Wahlperiode dem Gremium an, ist in der Gemeinde vielfältig engagiert, etwa als Vorsitzender des KAB, und ist auch Mitglied im Bezirksbeirat des Stadtbezirks Stuttgart-West.
Im Menüpunkt "Gemeindeleitung" können Sie sich darüber informieren, wer zu welchen Aufgaben und Ämtern gewählt wurde. Bei der konstituierenden Sitzung wurde auch entschieden, dass Sozial-, Pastoral- und Bauausschuss auch noch weitere Personen zur Mitarbeit einladen können. In den nächsten Wochen werden zum ersten Mal die Ausschüsse einberufen, ihre Vorsitzenden wählen und mit der Arbeit beginnen. Dazu wünschen wir Gottes Segen!
Kinder genießen den Ausflug in die Gallenklinge
Kinderhaus St. Stefan wird umgebaut und erweitert - zwei Gruppen sind während des Umbaus im Ferienwaldheim Gallenklinge untergebracht - Eltern und Kinder sind begeistert Seit Ostern geht es rund im Kinderhaus St. Stefan in der Rotenwaldstraße im Stuttgarter Stadtbezirk West - doch jetzt sorgen nicht die Kinder für Wirbel, sondern die Handwerker. St. Elisabeth, größter gemeindlicher Träger von Kindertagesstätten in Stuttgart, hat zwei Wohnungen im Obergeschoss der Kindertagesstätte geräumt, um eine zusätzliche Krippengruppe einzurichten. Im Zuge dessen wird das gesamte Gebäude für insgesamt 460.000 € entsprechend den aktuellen Anforderungen umgebaut und im Blick auf Barrierefreiheit und Sicherheit auf den neuesten Stand gebracht.Weiterlesen: Kinder genießen den Ausflug in die Gallenklinge
Gemeindebrief Mai 2010
Der neue Kirchengemeinderat hat sich konstituiert
„Dass dies eine besondere Sitzung ist erkennen Sie daran, dass es heute Wein und Bier und etwas zu essen gibt", meinte Pfarrer Dr. Hermes zu Beginn der konstituierenden Sitzung des neugewählten Kirchengemeinderats. Er dankte zu Beginn herzlich dem Wahlausschuss und allen, die bei der Wahl mitgeholfen hatten, allen Kandidatinnen und Kandidaten und den Mitgliedern des bisherigen Kirchengemeinderats.
Ein besonderes Vergelt's Gott richtete der Pfarrer an den scheidenden Zweiten Vorsitzenden Dr. Siegfried Schiele, der mit großer Klugheit, mit Umsicht und Weitblick dieses Amt ausgefüllt habe und den er in allen großen und kleinen Problemen und Herausforderungen der Gemeindeleitung als verlässlichen Partner und Ratgeber kennen und schätzen gelernt habe.
Was die Stunde schlägt
Schlagwerk der Kirchturmuhr instand gesetzt
Schon längere Zeit ließ das Schlagwerk der Kirchturmuhr von St. Elisabeth zur Viertelstunde nur noch einen Schlag auf eine Glocke hören. Nach einer grundlegenden Wartung durch die Glockengießerei Perner, die 2001 die sechs Glocken von St. Elisabeth gegossen und das Schlagwerk eingerichtet hat, funktioniert nun alles wieder richtig: Zwischen 6.00 Uhr und 22.00 Uhr schlägt die Kirchturmuhr die Viertelstunden mit je einem Schlag auf die 3. (e') und 2. Glocke (cis'), das Intervall der sog. "Ruf-Terz". Die Stunden werden auf die tiefste Glocke (a°) geschlagen.
Die Zugabe als Aufgabe
18.04.2010 - 3. So. d. Osterzeit C
Ein guter Schluss ziert alles, auch ein Evangelium. Und wenn der Schluss besonders gut war, gibt es womöglich noch eine Zugabe. Das Johannesevangelium ist schon rund und zuende, als die rätselhafte Geschichte von den wunderbar fischenden und mit Jesus frühstückenden Fischern und der Prüfung und Sendung des Petrus erzählt wird. Manche meinen, Schüler des Evangelisten hätten im Nachhinein diese Episode angeklebt. Das mag sein. Sicher ist aber, dass diese Geschichte in die Reihe der unglaublichen Begegnungen mit dem Auferstandenen gehört und einen ganz ursprünglichen Kern hat. Hier ist alles Leid der Welt noch lange nicht verklärt, und von einem kraftvollen Osterglauben ist zuerst noch keine Spur. Petrus und seine Gefährten hängen ganz benommen in den Seilen. Sie haben nicht nur den grausamen Tod ihres Messias mitansehen und von ihm und all ihren Hoffnungen Abschied nehmen müssen, sondern sind in dieser Trauer auch noch auf das Wahnwitzigste verwirrt worden: Denn immer wieder begegnen sie dem Unglaublichen, sie begegnen dem Auferstandenen.Weitere Beiträge...
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